PERSONEN MIT ZWEI GESICHTERN: Woran man sie erkennt.


Wer kennt das nicht:

Eine Person sagt das eine und tut das andere. Das lässt sich (vorschnell) mit Unzuverlässigkeit oder Vergesslichkeit beschreiben. Aber manche Menschen haben zwei Gesichter. Sie verhalten sich mutwillig anders als zuvor angekündigt. In der einen Minute wähnen Sie noch einen Freund in Ihrem Kollegen zu haben, in der nächsten fällt er Ihnen in den Rücken. Woran Sie erkennen, dass Ihr Gegenüber zwei Gesichter hat und was Sie tun können.

 

Charakter mit zwei Gesichtern: Schwierige Persönlichkeiten

Das Problem bei einem Charakter mit zwei Gesichtern ist, dass man nie weiß, woran ist. Viele Menschen verlassen sich auf den ersten Eindruck. Menschen mit zwei Gesichtern sind oftmals Meister der Verstellung: Sie wissen, was in der jeweiligen Situation sozial erwünscht ist und liefern. Solange es ihnen etwas nützt. In dem Moment, wo kein unmittelbarer Nutzen erkennbar ist, lassen sie ihre Maske fallen.

 

Zwei Gesichter: Was so ein Verhalten offenbart

Immer wieder begegnen uns Personen, die offenbar zwei Gesichter haben. Im Arbeitsumfeld, im Privatleben – selbst im öffentlichen Leben ist davon zu hören. Sich andauernd zu beherrschen und das wahre Ich zu unterdrücken, kostet Kraft und Energie. Was sagt uns das über die Person? Einige Überlegungen dazu:


Opportunismus

Der augenscheinlichste Grund dafür, dass Menschen mit zwei Gesichtern sich so verhalten, ist, dass sie opportunistisch veranlagt sind. Immer auf den eigenen Vorteil bedacht, verfolgen sie ihr Ziel solange, bis sie es erreicht haben. In dem Moment, in dem Sie so jemanden nicht mehr von Nutzen sind oder aber die falsche Person sich in Sicherheit wähnt, wird der Kontakt abgebrochen, wird ausgeplaudert, was die Person wirklich über Sie denkt. In den seltensten Fällen kommt etwas Positives dabei heraus. Manchmal wird gelästert, um sich so neue Freunde“ zu machen, denn gemeinsame Feindschaft schweißt zusammen. Dieses Verhalten ist klares Schmarotzertum.


Persönlichkeitsstörung

Nicht selten verbirgt sich eine Persönlichkeitsstörung hinter diesem Verhalten. Psychopathen haben beispielsweise überhaupt keinerlei Skrupel, andere Menschen für ihre Zwecke zu benutzen. Und sie besitzen zwei Gesichter: Einerseits können sie charmant sein, andererseits. lügen sie ohne rot zu werden. Auch Narzissten gehören in die Gruppe derer, die zwei Gesichter zeigen: Auf der einen Seite wollen sie von anderen bewundert werden und suchen Anerkennung. Das ist der Grund dafür, dass sie sich permanent selbst darstellen und in den Mittelpunkt rücken. Auf der anderen Seite versuchen sie das Gefühl für Wichtigkeit zu erlangen, indem sie andere abwerten und aggressiv auftreten. Erkennbar ist so ein Verhalten meist erst nach geraumer Zeit, wenn in engeren Beziehungen deutlich wird, dass der andere so gar nicht mit Kritik umgehen kann.


Feigheit

Hinter so einem Verhalten steckt durchaus eine Form der Feigheit und Bequemlichkeit. Man könnte sich ja auch mit aufrichtiger Mühe Freundschaften und Positionen erarbeiten. Und wer mit sich im Reinen ist, über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügt, muss andere nicht abwerten, um sich besser zu fühlen. Selbst wenn es berechtigte Kritik an Ihrem Verhalten oder dem anderer Kollegen gibt – wer aufrichtig an einer Freundschaft oder guter Zusammenarbeit mit Ihnen interessiert ist, bringt den Mut auf, Ihnen direkt zu sagen, was ihn stört. Hintenherum zu befeuern hat jedenfalls nichts mit Aufrichtigkeit zu tun.


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7 Indizien woran Sie Personen mit zwei Gesichtern erkennen

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Es gibt leider kein Rezept für den Umgang mit solchen Personen, zumindest nicht im Vorfeld. Denn wie oben ausgeführt, zeigt sich oftmals erst in der Bewährungsprobe,  ob jemand zwei Gesichter hat.

 

Hilfreich ist natürlich eine gewisse Menschenkenntnis Ihrerseits. Dazu gehört, den Ball flach zu halten: Nur weil ein neuer Kollege, den Sie noch nicht näher kennen, Sie freundlich gegrüßt hat, bedeutet das nicht, dass Sie nicht noch Ihr blaues Wunder erleben können.

 

Es geht zwar nicht darum, grundsätzlich jedem und allem zu misstrauen. Aber Sie sollten Gesten, Mimik und Verhalten in der Summe betrachten und nicht von einer einzelnen Situation auf alle künftigen schließen.

 

Das gilt natürlich im Negativen wie im Positiven. Solange Sie jemanden nicht besonders gut oder lange kennen, ist ein gesunder Selbstschutz notwendig.

 

Auf der Arbeit und in anderen Beziehungen bedeutet das, sich nicht ausnutzen zu lassen.

 


Dazu Tipps, wie Sie das vermeiden:

Seien Sie anfangs zurückhaltend. Sie möchten Ihrem Kollegen gerne bei einer Sache helfen? Kein Problem solange nicht Sie ständig derjenige sind, der hilft und nichts zurückbekommt.

 

Beobachten Sie die Person.

Hierbei geht es nicht um Stalking. Vielmehr um ein gutes Gedächtnis: Gleichen Sie vergangene Erlebnisse mit Aussagen der Person ab. Hat er umgesetzt, was versprochen wurde? Wenn nicht, kann das ein Anzeichen für zwei Gesichter sein.

 

Hören Sie zu.

 

Wenn eine Person pausenlos von sich redet, dann weist das auf eine ordentliche Portion Selbstdarstellung hin – vielleicht haben Sie einen Narzissten vor sich. Die Gefahr, ausgenutzt zu werden, steigt damit. Auch wenn Kritikgespräche unmöglich sind, weil Ihr Gegenüber überempfindlich reagiert, haben Sie Hinweise dafür, dass der andere nicht wirklich an Ihnen interessiert ist.



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